Verbindungsgeschichte

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde im 2. Wiener Geineindebezirk die katholische Studentenverbindung Gothonia gegründet, welche dann auch dem VPV beitrat. Im Jahre 1922 legte diese sonst gute Korporation nach langen inneren Kämpfen das katholische Prinzip ab und ging ins nationale Fahrwasser über. Jene geburschten Mitglieder, welche mit diesem Kurswechsel nicht einverstanden waren, traten mit Zustimmung des Conventes aus. Einer von ihnen, Hermann Grusch, hielt diese kleine Gruppe zusammen und begeisterte sie, eine neue katholische Mittelschulverbindung für den zweiten Bezirk zu gründen. Dies geschah auch am 15. Juni 1922 in der Wohnung von Gustav Fenz, Wien II., Heinestraße 8. Hermann Grusch, Josef Dungl, Robert Swoboda, Leopold Bien und Gustav Fenz legten gegenseitig das erste Treuegelöbnis zur neuen Verbindung Donaumarks ab. Als Farben wurden die Farben Gothonias angenommen, nur die Mützenfarbe wurde von Schwarz in Weiß geändert. Nach einigen Tagen ist noch Eduard Brazza als Gründungsbursch und Hochwürden Raimund Lux als Gründungsphilister anerkannt worden.

Gründungschargenkabinett
Senior: Hermann Grusch v. Theoderich
Consenior: Gustav Fenz v. Hildebrand
Fuchsmajor: Gustav Fenz v. Hildebrand
Schriftführer: Leopold Bien v. Roland
Kassier: Robert Swoboda v. Giselher

Es begann nun eine schwere Arbeit für dieses kleine Häuflein. Alles mußte neu geschaffen werden: Wichsen, Comment, GO usw. Ein großer Promulgationskommers (Oktober 1922) wurde im Saal des Bayrischen Hof geschlagen. Fünf Füchse wurden rezipiert und bereits drei Jahre nach ihrer Gründung, 1925, stellte die Donaumark das Präsidium des VPV.

Streitigkeiten, die schon seit 1926 schwelten, führten zur Auflösung dieses Vorgängerverbandes des MKV.

Jede freie Minute gehörte der geliebten Verbindung, und wenn ein Totpunkt entstand, da war es immer wieder Grusch, der darüber hinweghalf und es verstand, die Begeisterung bis zur Weißglut anzufachen. Hochwürden Lux war der gütige Vater, der darüber wachte, daß die Richtschnur eingehalten wurde. Er stellte sein Heim für zahlreiche Zusammenkünfte zur Verfügung und bald war dieses mehr Verbindungsbude als Priesterwohnung.

In schweren demokratischen Kämpfen entstanden damals die von Dungl entworfenen GO und Comment. Dungl war es auch, der die Burschen- und Fuchsenstrophe sowie das Bundeslied schuf. Durch den Anschluß ans Großdeutsche Reich im März 1938 wurden alle Studentenkooperationen verboten. Das Vermögen wurde eingezogen, die Verbindungsutensilien beschlagnahmt und die Bude versperrt und versiegelt.

1938-1945: Dies war die Zeit der Verfolgungen und des Widerstandes; Bundesbrüder wurden auf Grund ihrer politischen Weltanschauung verhaftet, zum Teil in KZ gesteckt oder zum Selbstmord getrieben (Fenstersturz von Bien).

Bei einem Handstreich wurden die Wichsen gerettet, in einem Keller versteckt, wo sie jedoch bei einem Bombenangriff zum Opfer fielen. Viele unserer Bundesbrüder waren im Widerstand tätig: Wilhelm Zemljak, Gottfried Lerch, Gustav Fenz, Julius Kallns, Ferdinand Graf, ... .

1945/46 kamen die Leute aus der Kriegsgefangenschaft und Gefängnissen zurück.

Reaktivierung am 23.März 1946
Senior (X) Karl Tontur v. Jörg
Consenior (XX) Franz Istvan v. Rüdiger
Philistersenior (PhX) Prof. Gustav Fenz v. Hildebrand

21.5.1946 waren die ersten Rezeptionen nach dem Zweiten Weltkrieg (unter anderem: Dr. Cer. Pluto)

1956/57 hatte die Donaumark den WSTV -Vorsitz inne und richtete in dieser Eigenschaft den 15. Pennälertag in Wien aus. Am 7. September 1960 wurde der Donaumark ihre neue Bude zur Verfügung gestellt. Leopold Kremser v. Dr. Cer. Xerxes beherbergt seit dieser Zeit Donaumark in seinem Haus in der Haidgasse 8.



(Feierliche Budeneinweihung im Jahre 1960)

1998 Die Donaumark verfügt über 13 Fuchsen und ist somit einer der fuchsenstärksten Verbindungen im MKV.

2001/2002 Die Donaumark renoviert Ihre Bude komplett. Am 16. Juni findet im Rahmen des 80. Stiftungsfestes die Eröffnungsveranstaltung statt.


(Eröffnungsveranstaltung der renovierten Bude)

 

Gründungsdatum:
15. Juni 1922

Gründungssenior:
Hermann Grusch v. Theoderich

Reaktivierung
nach dem 2. Weltkrieg:
23. März 1946

WStV-Vorsitz:
1956/1957
Ausrichtung 15. Pennälertag in Wien

neues Budenlokal:
7. September 1960
Haidgasse 8

Renovierung Bude:
2001/2002

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